Allergologie

Was ist eine Allergie?

Hierbei handelt es sich um eine fehlgesteuerte Überreaktion unseres Immunsystems. Ein menschliches Immunsystem bekämpft dabei harmlose Substanzen aus Umwelt und Natur, obwohl überhaupt keine Gefahr für Gesundheit besteht. Dies führt zu Entzündungsprozessen im Körpergewebe oder in den Organen. Insbesondere Haut, Lunge und Schleimhäute neigen zu heftigen Reaktionen.

Typisch sind: juckenden, tränende Augen, laufende oder verstopfte Nase, asthmatische Beschwerden, juckende Haut und/oder Hautausschlag, Bauchschmerzen und/oder Durchfall

Wir betreuen Erwachsene und Kinder.

Die Anmeldung bei uns erfolgt via ärztliche Zuweisung (Bsp. Hausarzt/ärztin). Selbstzuweisungen sind nach Absprache möglich.

Angebot

Abklärung Allergische Erkrankung der Atemwege

Allergische Rhinokonjunktivitis (Heuschnupfen)/allergisches Asthma bronchiale

  • Für Pollen (Bäume, Gräser, Kräuter), Tierhaare, Hausstaub-Milben, Schimmelpilze, Latex ect.

  • Abklärungen mittels Hauttestungen, Blutuntersuchungen und nasalen Provokationen

  • Abklärungen und Desensibilisierung ganzjährig oder präsaisonal gegen Bäume, Kräuter, Gräser, Milben und Tierhaare

Ca 15 % der Bevölkerung hat eine allergische Rhinokonjunktivitis (Heuschnupfen). Sehr häufig ist eine Allergie gegen Gräserpollen zu finden. Es kommt typischerweise in den Monaten Ende April bis Juli zu Niessattacken, Nasenlaufen und juckenden Augen. Teils besteht auch ein Asthma oder die Betroffenen klagen über trockene Schleimhäute oder fühlen sich erschöpft und erkältet über Wochen. Mit verschiedenen Allergieabklärungen auf der Haut, im Blut oder in Nase können diese gesucht werden. Mit einer Desensibilisierung ist es möglich die Allergien wieder rückgängig zu machen.

Abklärung Nahrungsmittelallergien und Intoleranzen
  • Abklärung von Nahrungsmittelallergien (Bsp. Milch-, Weizen-, Nuss-, Steinobst- oder Fischallergie ect.

  • Abklärung von Nahrungsmittelintoleranzen (Bsp. Histaminintoleranz, Laktosenintoleranz, Fructosemalabsoprtionssyndrom, Zöliakie ect.)

  • Abklärung mittels Hauttestungen, Blutuntersuchungen und oralen Provokationen

Bei den Nahrungsallergien unterscheidet man echte Nahrungsmittelallergien von Kreuzallergien. Kreuzallergien sind zu erkennen, wenn es beispielsweise bei Konsum von Kern- oder Steinobst (Apfel, Birne, Pfirsich ect) oder auch rohem Gemüse (Bsp Karotten) zu jucken im Mund kommt. Bei Konsum von gekochtem Obst / Gemüse gibt es keine Reaktion. Echte Nahrungsmittelallergien bestehen häufig für Fisch oder Nüsse, hier kann es bereits bei kleinen Mengen zu einer schweren Reaktion kommen. Bei einer Abklärung wird zuerst auf der Haut getestet und danach kann eine orale Provokation erfolgen um festzustellen ob effektiv eine Allergie besteht und bei welcher Dosis Beschwerden auftreten. Für Betroffene ist entscheidend, ob Spuren vertragen werden oder nicht.

Nahrungsmittelintoleranzen gehören nicht zu den klassischen Allergien. Es handelt sich hierbei um Unverträglichkeiten auf verschiedene Bestandteile der Nahrung. Bei Einnahme kommt es zu dosisabhängigen Reaktionen. Am häufigsten ist die Laktoseintoleranz. Weitere häufige Nahrungsmittelintoleranzen sind die Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) oder die Histaminintoleranz. Es gibt noch viele weitere Formen. Leider stehen für viele Nahrungsmittelintoleranzen keine aussagekräftigen Haut- oder Blutuntersuchungen zur Verfügung. Daher ist ein ausführliches Gespräch bei der Abklärung wichtig mit anschliessenden Tests zum Ausschluss von echten Allergien. Mittels Provokationen und Auslassdiäten über 6 Wochen kann die Diagnose in der Regel gestellt werden.

Abklärung Insektengiftallergien
  • Abklärung Bienen-/Hummel-/Wespen-/Hornissengift-Allergien, inkl. Desensibilisierung

  • Abklärung weitere Insektenstich Bspw. Mücken

  • Abklärung mit Anamnese und Blutuntersuchung

Eine Wespen- oder Bienengiftallergie kann sehr gefährlich sein und schwere, lebensbedrohliche allergische Reaktionen hervorrufen. In solchen Situationen ist eine Abklärung wichtig. Die Chance bei einem nächsten Stichereignis schwerer zu reagieren, liegt bei einem Drittel der Fälle. Mit einer Desensibilisierung kann dieses Risiko massiv verringert werden. Die Desensibilisierung dauert in der Regel fünf Jahre in monatlichen Abständen. Zudem sollte bei einer Insektengiftallergie stets ein Notfallset auf sich getragen werden und je nach Schwere der Reaktion zusätzlich ein EpiPen.

Abklärung Medikamentenallergien
  • Abklärung mit Hauttestungen und Blutuntersuchungen

  • Orale und intravenöse Provokationen zur definitiven Beurteilung der Allergie mit Ausstellen eines definitiven Allergiepasses

  • Beispielsweise Penicillin-Allergie, Allergie auf Schmerzmittel oder andere Antibiotika, Reaktionen bei Lokalanästhetika, Narkosen, Kontrastmittel oder Eiseninfusionen ect.

Viele Patienten haben bspw. eine Penicillin-Allergie, welche ihnen in der Kindheit mitgeteilt wurde. Seither wurde ihnen kein Penicillin mehr gegeben. Gerade Antibiotikums-Allergien gehören zu den gefährlichsten Allergien, die bestehen können. Bei Infektionen erhalten die betroffenen Personen nicht das korrekte Antibiotikum. Die Infektion kann fortschreiten und es kann zu Komplikationen kommen oder es entstehen Resistenzen gegen das Antibiotikum. Nach 10 Jahren ist bei den meisten Patienten keine Allergie mehr nachweisbar. Dies kann ausgetestet werden und mittels Provokationen bestätigt werden. Die Patientin dürfen danach wieder das Medikament erhalten und haben keine Allergie mehr.

Abklärung Kontaktallergie
  • Abklärung Kontaktallergien (Bspw. Kontaktallergie auf Haarfärbemittel, Pflegeprodukte, Waschmittel, Baustoffe ect)

  • Epikutantest: Standarttestreihe, Externa Inhaltstoffe, Konservierungsmittel, Arzneistoffe, Kortikosteroide, Ophthalmika, Desinfektionsmittel, Gummireihe, Kunstharze/Kleber, Friseurstoffe, Zahntechniker-Reihe, Dentalmetalle, Tätowiermittel, Knochenzementbestandteile, Metalle, Otologika, Eigenprodukte

Bei Ekzemen besteht teilweise eine Allergie auf eine Substanz die auf der Haut aufgetragen wird. Mit einer Hauttestung auf dem Rücken über drei Tage kann diese ermittelt werden. Durch das Weglassen des Allergens kann es zu einer deutlichen Besserung des Ekzems oder sogar zu einem verschwinden kommen. Es können auch eigene Produkte auf dem Rücken aufgebracht werden um zu beurteilen, ob diese vertragen werden oder nicht.

Allergische Hauterkrankungen (Bspw. Urtikaria(Nesselfieber))
  • Abklärung Urtikaria (Nesselfieber) / Mastzellerkrankungen

  • Abklärung Angioödem (Schwellungen)

  • Abklärung von unklaren allergischen Reaktionen

  • Abklärung von selten Krankheiten aus dem Gebiet Allergologie

Jede vierte Person der Bevölkerung leidet einmal pro Leben an einem Nesselfieber. Hierbei handelt es sich um eine harmlose Erkrankung der Mastzellen (Allergiezellen in der Haut). Die Betroffenen haben starken Juckreiz und sind im Alltag eingeschränkt. Die Ursache ist oft unbekannt, häufig tritt die Krankheit nach Infektionen der oberen Atemwege, Insektenstichen oder bspw. bei Stress oder im Zusammenhang mit Heuschnupfen auf.

In den meisten Fällen ist die Urtikaria innert weniger Wochen wieder weg. Bei einer Dauer von über sechs Wochen sollte eine allergische Abklärung erfolgen, um möglich Ursachen auszuschliessen. Therapeutisch helfen Antihistaminika und Kortison Tabletten. Bei schweren Fällen kann eine Therapie mit dem modernen Medikament Xolair (Omalizumab) erfolgen, um Kortison zu vermeiden.

Untersuchungen und Therapien

Allergietestungen

Wir führen folgende Testungen bei uns durch:

Spezifische Immuntherapie

Desensibilisierung

Allergologische Laborabklärungen

Allergologische Laboruntersuchungen sind in der Regel teuer, werden von der Grundversicherung übernommen.

Medikamentöse Therapien

Antihistaminika, Kortison, Kortisonersatzprodukte, Systemische Therapien

Zentralstrasse 55 a
5610 Wohlen

Telefon 056 618 70 07
Telefax 056 618 70 05
aerztezentrum-wohlen@hin.ch




Dr. med. Andrea Iris Böni - Hasler
Fachärztin für
Allgemeine Innere Medizin FMH

Dr. med. Nadja Galliker
Allgemeine Innere Medizin
Fachärztin für Dermatologie und Venerologie,
Allergologie und klinische Immunologie FMH

Dr. med. Andreas Kemmler
Facharzt für
Allgemeine Innere Medizin FMH
Reise – und Tropenmedizin

Dr. med. Matthias Schwyter
Facharzt für
Allgemeine Innere Medizin FMH

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